Kann man eine Wärmepumpe mit Holzofen kombinieren?

wärmepumpe mit kamin holzofen. Ein Hund sitzt davor im Warmen.

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Das Wesentliche in Kürze

  • Ab Januar 2025 gelten strengere Vorgaben für Kaminöfen; wer weiter mit Holz heizen möchte, kann etwa auf Scheitholzheizungen, Pelletkessel oder wasserführende Kaminöfen setzen – idealerweise in Kombination mit einer Wärmepumpe.
  • Die Wärmepumpe übernimmt die effiziente Grundlastversorgung, während der Holzofen mit Wassertasche über einen Pufferspeicher zusätzliche Wärme ins Heizsystem einspeist und so Heizspitzen oder sehr kalte Tage abdeckt.
  • Ein gemeinsamer Pufferspeicher und eine passende Regelung sorgen dafür, dass die Wärmepumpe bevorzugt arbeitet und ihre Leistung automatisch reduziert, sobald der Holzofen läuft, wodurch Effizienz und Komfort steigen.
  • Zu beachten sind Schornstein, regelmäßige Abnahme durch den Schornsteinfeger, ausreichende Anschlüsse am Pufferspeicher sowie die teils nicht unerheblichen Umrüstkosten.
  • Im Rahmen der BEG-Förderung können sowohl Wärmepumpen als auch wasserführende Kaminöfen unterstützt werden; mit fachgerechter Planung und Förderbegleitung lassen sich Investitionskosten senken und langfristig niedrige, nachhaltige Heizkosten erreichen.

Ab Januar 2025 treten strengeren Regelungen für Kaminöfen in Kraft, wodurch viele Hausbesitzer ihre Heizsysteme überdenken müssen. Wer weiterhin auf Holz als Wärmequelle setzen möchte und gleichzeitig eine umweltfreundliche, KfW-geförderte Alternative sucht, kann auf Scheitholzheizungen, Pelletkessel oder Pelletöfen mit Wassertasche umsteigen.  

 

Doch auch die Kombination eines gemütlichen Kamins mit Wassertasche und einer Wärmepumpe ist eine effiziente Lösung. Wie diese beiden Systeme zusammenarbeiten und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.  

 

Funktionsweise der Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die in der Luft, im Erdreich oder im Wasser gespeicherte Umweltwärme, um Gebäude zu beheizen. Dafür entzieht sie der Umgebung Wärmeenergie, erhöht deren Temperatur mithilfe eines Kältemittelkreislaufs und gibt die erzeugte Wärme über das Heizsystem ab. Eine Wärmepumpe kann so aus 1 kWh elektrischer Energie bis zu 5 Kilowattstunden Heizenergie schaffen. 

 

Funktionsweise des Holzofens mit Wassertasche 

Ein Holzofen mit Wassertasche kombiniert die direkte Raumheizung mit der Unterstützung des zentralen Heizsystems. Beim Verbrennen von Holz entsteht Wärme, die nicht nur den Raum erwärmt, sondern über eine integrierte Wassertasche – einen Wärmetauscher im Ofen – auch Wasser erhitzt. Dieses erhitzte Wasser wird dann in den Pufferspeicher oder direkt ins Heizungssystem eingespeist, sodass es für Heizkörper, Fußbodenheizung oder sogar die Warmwasserversorgung genutzt werden kann. Dadurch wird die Energieeffizienz gesteigert und der Holzofen trägt aktiv zur gesamten Wärmeversorgung des Hauses bei. 
 

Kombination von Wärmepumpe und Holzofen 

Eine Wärmepumpe kann mit einem Holzofen mit Wassertasche kombiniert werden, indem beide Systeme über einen gemeinsamen Pufferspeicher verbunden werden. So funktioniert es: 

 

  1. Wärmeerzeugung:
    • Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme (Luft, Wasser oder Erde) und speist diese ins Heizsystem ein. 
    • Der Holzofen mit Wassertasche erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Holz und gibt einen Teil direkt an den Raum ab, während der Rest das Wasser im Wärmetauscher erwärmt. 
  2. Wärmespeicherung und -verteilung: 
    • Das erhitzte Wasser aus dem Holzofen wird in einen Pufferspeicher geleitet, der als zentraler Wärmespeicher dient. 
    • Die Wärmepumpe arbeitet effizient und übernimmt die Grundversorgung mit Wärme, während der Holzofen bei Bedarf zusätzliche Energie liefert. 
  3. Automatische Steuerung: 
    • Eine Regelungseinheit sorgt dafür, dass die Wärmepumpe bevorzugt arbeitet, solange die Außentemperaturen moderat sind. 
    • Wenn der Holzofen betrieben wird, erkennt das System die zusätzliche Wärme und reduziert automatisch die Leistung der Wärmepumpe, um Energie zu sparen. 

 

Diese Kombination sorgt für eine effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung: Die Wärmepumpe deckt den täglichen Wärmebedarf mit niedrigen Betriebskosten, während der Holzofen in kalten Zeiten oder bei hohem Bedarf zusätzliche Wärme liefert. 

Für den Betrieb eines Holzofens ist ein Schornstein unerlässlich, um Abgase sicher abzuleiten. Bei Neubauten oder Gebäuden ohne bestehenden Schornstein kann der Einbau mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. 

 

Abnahme durch den Schornsteinfeger

Während Wärmepumpen keine regelmäßige Überprüfung durch den Schornsteinfeger erfordern, müssen Holzöfen regelmäßig kontrolliert werden. Die genauen Intervalle variieren je nach regionalen Vorschriften und Art des Ofens. 

 

Umrüstungskosten 

Die Umrüstung auf ein kombiniertes Heizsystem kann mit Kosten verbunden sein. Bei Homenergy berücksichtigen wir in jedem Wärmepumpen-Projekt weitere Wärmeerzeuger wie beispielsweise Solarthermieanlage oder Holzöfen mit Wassertasche. Voraussetzung ist ein Pufferspeicher mit ausreichend Anschlüssenandernfalls wird ein neuer Pufferspeicher benötigt. Es stehen verschiedene Förderprogramme zur Verfügung, die einen Großteil der Investitionskosten abdecken können. 

 

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) 2025

Förderung für Kaminöfen und Wärmepumpen 

Sowohl der Einbau von Wärmepumpen als auch die Integration wasserführender Kaminöfen können gefördert werden. Die genaue Höhe der Zuschüsse hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Effizienz des Systems und das Einkommen des Antragstellers.  

 

Antragsprozess für die BEG-Förderung 

Der Antragsprozess ist grundsätzlich unkompliziert, setzt jedoch die Einhaltung spezifischer Vorgaben voraus. Es empfiehlt sich, frühzeitig alle notwendigen Unterlagen zusammenzustellen und gegebenenfalls professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Bei Homenergy unterstützen wir alle unsere Kunden bei der Beantragung der Förderung und der Einreichung aller relevanter Unterlagen. 

 

Fazit

Die Kombination einer Wärmepumpe mit einem Holzofen stellt eine effiziente und zukunftssichere Heizlösung dar – insbesondere um Heizspitzen in kalten Wintertagen abzudecken. Mit den verfügbaren Förderungen und einer sorgfältigen Planung können Hausbesitzer die Anschaffungskosten deutlich senken und langfristig von niedrigen Heizkosten sowie einer nachhaltigen Wärmeversorgung profitieren. 

 

 

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Bastian Quaas